C-Rebell-um

Tacheless:

;-) Liebeslied:

Soap & Skin @ Cologne

So 24.06.12, 20:00 Uhr @ Philharmonie Cologne
http://www.laut.de/SoapSkin 

Happy Birthday David

Fassbender is amazing.

Shawn Achor: The happy secret to better…

We believe that we should work to be happy, but could that be backwards? In this fast-moving and entertaining talk from TEDxBloomington, psychologist Shawn Achor argues that actually happiness inspires productivity.

Joshua David, Robert Hammond, “HIGH LINE: …”

The High Line, a new park atop an elevated rail structure on Manhattan’s West Side, is among the most innovative urban reclamation projects in memory. The story of how it came to be is a remarkable one: two young citizens with no prior experience in planning and development collaborated with their neighbors, elected officials, artists, local business owners, and leaders of burgeoning movements in horticulture and landscape architecture to create a park celebrated worldwide as a model for creatively designed, socially vibrant, ecologically sound public space.

David and Hammond loved the ruin and saw in it an opportunity to create a new way to experience their city. Over ten years, they did so. In this candid and inspiring book— lavishly illustrated—they tell how they relied on skill, luck, and good timing: a crucial court ruling, an inspiring design contest, the enthusiasm of Mayor Bloomberg, the concern for urban planning issues following 9/11. Now the High Line—a half-mile expanse of plants, paths, staircases, and framed vistas—runs through a transformed West Side and reminds us that extraordinary things are possible when creative people work together for the common good.

Silence | Electricity

Electricity. Taken from Silence’s upcoming album, Musical Accompaniment for the End of the World (Songs for Two Pianos, Tactful Synths and Voice). The album will be released on April 14th 2012 by the Pekinpah Association.

The video features footage from Ples v dežju (Dancing in the Rain, 1961), a film by Boštjan Hladnik.

Shame

Eine Träne im richtigen Augenblick auf Michael Fassbenders Gesicht. Apathie und Shame.

Regungslos liegt Fassbender in der ersten Szene auf dem Bett, ein seidenes Laken bedeckt ihn nur halb, kaltes Licht scheint auf seinen nackten Oberkörper. Und dann doch: ein Wimpernschlag. Brandon lebt. Steve McQueen inszeniert das Sichtbare und bohrt sich hinein, hinein in die Welt von Brandon, ein New York als Hafenstadt, ein Amerika als Land der vorgeblichen Freiheiten. Er bohrt sich durch, ohne die Oberfläche je dafür verlassen zu müssen. Alles liegt dort, ausgebreitet, ohne Erklärung. Brandon lebt und bebt. Bebt in sich hinein bis zum nächsten Ausbruch, im Subway, im Büro, in der Gasse. Seine Obsession ist der Fick, der ohne Gefühl, der gegen Bezahlung, mit Fremden, mit sich selbst, per Webcam. Shame ist ein Film über einen krankhaften Fetisch. Und als Film der Erscheinungen, der glänzenden Flächen, der Fensterfronten, der perfekten Arrangements, zeigt er uns den Akt, die Masturbation, die Hure, das Pornoheft, den Penis. Bis auf letzteres alles im Plural. Aber McQueen ist ein Künstler der Konzentration und der Evokation.

Shame ist genauso explizit wie implizit. Er legt offen, zeigt. Er ist zu jedem Zeitpunkt gegenwärtig: fast jede Szene eine Momentaufnahme, eine Emotion oder ihre Abwesenheit, ein Empfinden, eine Stimmung. Das Verstehen ist hier immer erst eine Konsequenz des Wahrnehmens. Brandons Alltag, Routinen, Arbeit, und die Flucht. Die Flucht ins innere Exil, die Flucht aufs Klo für die Onanie im Büro, die Flucht vor der Schwester, die ihre existenzielle Krise teilen will. Und wie Brandon sich dem psychologischen Zugriff entzieht, so prägt den Film mehr als alles andere das Ausschnitthafte, das Fragment. Es ist nicht mysteriös, sondern radikal genau. Wir sehen einen Rücken und wissen. Wir entdecken ein Lächeln und verstehen. Wir hören Atemzüge und begreifen. Ein Schatten und wir erinnern. Und schon sind wir wieder bei Michael Fassbender. Von seiner Physis, seinem durchgehenden Kraftakt, von einem verzweifelten Blick und einer Träne lebt Shame. Dazwischen und darin eine ganze Welt des Schmerzes.

Der richtige Augenblick, das ist eine Frage des Kontextes, im Film schafft den der Schnitt. Die eine einsame Träne auf Fassbenders Gesicht ist ein Echo – der Gegenschuss – einer langen, schlichten, beeindruckenden Großaufnahme von Carey Mulligan, die den Part der Schwester übernimmt, eine begnadete Sängerin. Bei einem Auftritt in einem noblen Club singt sie die wohl bluesigste, traurigste Interpretation von „New York, New York“ jemals. Auch Mulligan ist ein Glück für Shame, der durch ihre zerbrechliche, impulsive, vergeblich nach Anschluss suchende Sissy erst das Gleichgewicht zwischen Leere und Fülle findet. Was emotional zu verstehen ist, gilt auch bildlich: Steve McQueen nutzt die Gegensätze der amerikanischen Metropole, begibt sich wiederholt in den menschenbepackten Untergrund, in Bars und die Arbeitswelt, um dann die ausdrucksstärksten Bilder in sterilen (Hotel-)Zimmern und am Hafen zu finden.

Der britische Künstler McQueen, der nicht nur mit Shame im Wettbewerb von Venedig zu sehen ist, sondern bereits mit einer Videoarbeit bei der Kunstbiennale vertreten war, legt nach seinem überwältigenden Spielfilmdebüt Hunger(2008) nun erst seinen zweiten Kinofilm vor. Der ist zwar formal weniger streng angelegt, birst aber wieder an vielen Stellen vor millimetergenau durchkomponierten Bildern und trifft erneut ins Herz menschlicher Fragen nach Körper und Freiheit in unserer Gesellschaft. Der Film begleitet einen weiter, auch nach dem Schluss. Die existenzielle Scham überträgt sich auf den Zuschauer, aber nicht als Ergebnis, sondern als Prozess mit offenem Ende: „We’re not bad people. We just come from a bad place.“

Susanne Blech

27. April* DORTMUND (FZW)
- mit FRITTENBUDE
- Eintritt: VVK 17 € / Einlass: 19 Uhr, Beginn: 20 Uhr

06. Juni* BOCHUM (Unifest)
- Eintritt frei / Konzertbeginn: ca. 22 Uhr

10. August* OBERHAUSEN (Olgas Rock)
- mit Bratze, I Heart Sharks u.a.
- Eintritt: frei

 

 

Andrew WK

23.04.2012 Underground in Cologne

Woodkid

09.05.2012 Kulturkirche Nippes ;-)

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.