Northern Lite

9.3.2012 Luxor Köln

Waltari

25.2.2012 Underground Köln (U1) ab 19.30 Uhr

Lana Del Rey – Born To Die

My, who me, my
Feet don’t fail me now
Take me to the finish line
Whoa my heart it breaks every step that I take
But I’m hoping at the gates,
They’ll tell me that you’re mine
Walking through the city streets
Is it by mistake or design
That I feel so alone every friday night
You make me feel like home,
So I tell you you’re mine

Don’t make me sad, don’t make me cry
Sometimes love is not enough when the road gets tough
I don’t know why
Keep making me laugh,
Lets go get high
The road is long, we carry on
Try to have fun in the meantime

Take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane, so
Choose your last words
This is the last time
Cause you and I
We were born to die

Lost but now I am found
I can see but once I was blind
I was so confused as a little child
Trying to take what I could get
Scared that I couldnt find
All the answers honey

Don’t make me sad, don’t make me cry
Sometimes love is not enough when the road gets tough
I don’t know why
Keep making me laugh,
Lets go get high
The road is long, we carry on
Try to have fun in the meantime

Come and take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane
Choose your last words,
This is the last time
Cause you and I
We were born to die x4

Come and take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You like your girls insane

Don’t make me sad, don’t make me cry
Sometimes love is not enough when the road gets tough
I don’t know why
Keep making me laugh,
Lets go get high
The road is long, we carry on
Try to have fun in the meantime

Come take a walk on the wild side
Let me kiss you hard in the pouring rain
You make your girls insane

Mein halbes Leben

Filmemacher Marko Doringer seziert akribisch die aus konservativer Sicht absolut erfolglosen ersten 30 Jahre seines Lebens mit Kamera und Mikrofon. Durch den Vergleich seines Lebenslaufs mit dem seiner Freunde versucht Doringer seine gesellschaftliche Stellung nicht zu rechtfertigen, sondern auszuloten. Das Ergebnis ist eine bissige Realsatire mit Selbsterkenntnis für fast Jedermann

Marko Doringer, ein Österreicher der in Berlin lebt, hat gerade seinen dreißigsten Geburtstag hinter sich. Wie die meisten jungen Menschen in diesem Alter macht er gerade die entsprechende Lebenskrise durch. Nicht nur ist die Teenie- und Twenzeit absolut vorbei, auch hat Doringer weder Frau noch Freundin, natürlich auch keine Kinder, und auch keine abgeschlossene Ausbildung. Anstatt im Selbstmitleid zu versinken, beschließt Doringer, seine Familie und seine alten Freunde zu besuchen, um einmal zu sehen, wie sich deren Leben entwickelt hat und was sie so von seinem Leben in der 30er-Zone halten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Während einer der Freunde Karriere als Sportjournalist gemacht hat, die ganze Branche aber fade findet, arbeitet eine alte Freundin nach ersten Erfolgen nun am großen Durchbruch als Modeschöpferin, Magengeschwür garantiert. Ein dritter wurde von der Karrierewut seines Vaters angesteckt und knechtet sich in Bulgarien als Jungmanager den Buckel wund, nur am Wochenende fährt er heim zu Frau und Kind. Doringers Eltern und Großeltern dahingegen legen weit konservativere Maßstäbe an sein Leben an, sorgen sich um die Zukunft und kommen auf ziemlich radikale Ideen, wie Doringer das Ruder seines Lebens noch herumreißen könnte.

Zwischen den Szenen, entstanden über mehrere Besuche in der österreichischen Heimat, findet Doringer sich beim Psychologen ein und hofft, seinen Zukunftsängsten, Existenzängsten und schleichenden, aber berechtigten Neidgefühlen Herr zu werden. Besonders bemerkenswert: Doringer drehte den Film praktisch im Alleingang, die Kamera schnallte er sich mit einer Art improvisiertem Steadycam-Stativ auf Augenhöhe an den Körper. Nur in den Szenen beim Psychologen bekommen wir den sympathischen jungen Mann mit den langen Haaren, der offenbar nicht wegen seines Aussehens Single ist, selbst zu sehen, denn nur dort richtet er die Kamera auf sich.

Der Film ist ein einziges Déjà-Vu-Erlebnis für alle über 30, deren Leben sich nicht auf der ständigen Überholspur befindet. Doringer trägt seine eigene Haut zu Markte, um stellvertretend für all die Einsamen, für all diejenigen, deren Karriere noch auf sich warten lässt, und für alle, deren Freunde beim “Mein Haus, mein Auto, mein Boot”-Spiel schon lange vorbeigezogen sind, einen Blick auf die Wertigkeiten in unserer Gesellschaft zu werfen.

Dabei ist es gar nicht einmal optimal, die weiteren Lebensläufe seiner Freunde weiterzuverfolgen, denn diese zusätzlichen Kapitel machen den Film ein wenig zu lang. Doch abgesehen von dieser Kleinigkeit ist Mein halbes Leben der beste Beweis dafür, dass man auch jenseits der 30 noch mit einer guten Idee punkten und sich praktisch über Nacht zum fähigen Filmemacher mausern kann. Dass die meisten eingefangen Szenen bissigste Realsatire sind und im Publikum einige Brüller hervorrufen werden, konnte Doringer vorher ja nicht ahnen. Absolut empfehlenswert für Singles, Pärchen, junge Eltern, werdende Eltern, die Generation Ü30 sowie deren Eltern, Zerstrittene (frisch oder länger), Liebende, Einsame, Frustrierte und sogar frisch Getrennte.

DAVID WANTS TO FLY

Welcher David hier fliegen will, bleibt gezielt unklar in David wants to fly. Ist es der unterfinanzierte Hutträger und Regie-Anfänger David Sieveking oder sein Idol, der weltberühmte Filmemacher und militante Sekten-Unterstützer David Lynch? Dessen Sekte sind die Transzendentalen Meditierer – bekannt durch ihren kürzlich verstorbenen Chef Maharishi Mahesh Yogi und seine berühmtesten Jünger, die Beatles – und die wollen schließlich neben allerhand anderem Schnickschnack auch qua Meditation die Schwerkraft aufheben. Nun ist der Ruf von David Lynch durch sein Engagement für diese Leute ohnehin derartig ramponiert, dass es wahrscheinlich leicht wäre, eine Art Biopsie spezifischer Künstlerverblödungen zu erstellen. Aber die Geschichte verläuft ganz anders.

Der begabte junge Filmemacher Sieveking, der, wie man das heute so macht, einen Dokumentarfilm dreht, um zunächst mal von sich zu erzählen, beschließt, selber gläubig zu werden. Er reist zu allerlei Welttreffen der Transzendentalen Meditierer, wird als vielversprechendes Mitglied hofiert und trifft alte und neue Gurus, ja bizarre Heilige wie einen dicklichen »König von Deutschland«, der Deutschland unbesiegbar machen will (durch Meditation). David Sieveking beginnt erst in dem Moment zu zweifeln, als er mitkriegt, dass es ums Geld geht. Und da ist mit deutschen Seelensuchern nicht zu spaßen. Religion und Geld gehen für sie nicht zusammen.

Dabei hatte ein aufgeräumter Lynch bei seiner ersten Audienz für den anderen David schon ganz offenherzig erklärt, der große Vorteil der Transzendentalen Meditation (TM) bestehe darin, dass man als Meditierender besser und konzentrierter arbeiten könne. »It’s like money in the bank.« Und dass ein gut geölter, das Letzte aus den Leuten herausholender Kapitalismus seine ganz spezifische Spiritualität braucht und konstruiert, weiß man spätestens seit Max Webers Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, mithin seit hundert Jahren. Die verschärfte Form eines kognitiven Kapitalismus, für den Hollywood steht, hat seit Jahrzehnten einen eigenen Komplex aus Religionen hervorgebracht, den der Literaturwissenschaftler Harold Bloom den »kalifornischen Orphismus« nennt: New Age, Ambient-Religionen und Burning-Man-Erlebniskulte sind wohl schon die dritte Generation dessen, was mit der zweiten Theosophie-Welle begann, dann mit Scientology und eben auch Transzendentaler Meditation seit Jahrzehnten Menschen Trost, Halt und Identität spendet, die von Berufs wegen andere Leute darstellen.

Dass man diesen Bewegungen nicht den Mumpitz vorwirft, den sie ihren Kunden verkaufen, sondern nur die Tatsache, dass sie überhaupt etwas verkaufen und ungesund hohe Profite für sinistre indische Sippschaften einfahren, war schon immer rätselhaft. Wieder ist es in David wants to fly David Lynch, der gute Gründe dafür nennt, dass die Spiritualitäts-Dealer gewiefte Geschäftsleute sein müssen: Gute Produkte müsse man jederzeit und überall kaufen können, die Produktion müsse gut organisiert sein. Doch der Filmemacher David Sieveking hat jetzt langsam genug. Er folgt einem lustigen hinduistischem Mönch in die Berge, um seinen eigenen spirituellen Weg zu gehen, wie man das so macht im Lande der Siddhartha- Leser.

Zwischendurch ist er ganz vom Thema »Lynch und organisierte Spiritualität« abgekommen und weite Strecken gereist, um seine ebenfalls sehr betriebsame Freundin auf irgendeinem Flughafen zu treffen. Irgendwann verlässt sie ihren Boyfriend bei einem Spaziergang auf Coney Island. Die Entscheidung im ewigen Städtevergleich New York gegen Berlin ist diesmal für New York gefallen. Außerdem hält sie eine Verteidigungsrede für David Lynch. Der hyperkritisch gewordene Ex-Freund solle aufhören, berühmte Männer zu belästigen.

Berühmte Männer, die der Droge Religion verfallen, gehen heute normalerweise schlauer damit um als David Lynch. In Zeiten vielfach gelebter kognitiver Dissonanzen wissen sie, dass man mit seinen religiösen Neigungen anderen Leuten auf die Nerven gehen kann, und behalten sie lieber für sich. Ein nicht ganz unbekannter avantgardistischer Musiker erzählte neulich, dass er privat den Zeugen Jehovas angehöre, was man aber auf keinem Fall weitererzählen dürfe. Man kann sich heutzutage eben sehr gut für seinen Glauben schämen und dafür daheim in Malibu noch viel heftiger glauben. Selbst Scientologen hängen ihre Science nicht mehr ganz so groß an die Glocke. Umso überraschender, dass in David wants to fly Sir Paul McCartney auf Bitten von Lynch auftritt (mit einem »Ringo Starr« genannten Männlein im Schlepptau, das aber nichts sagt und auch von einer Double-Agentur stammen könnte) und erzählt, wie sehr ihm die Transzendentale Meditation bis heute helfe. Erinnert sich McCartney nicht an Sexy Sadie von einer Band namens The Beatles, den, allerdings von John Lennon getexteten, Abgesang auf den Maharishi aus dem Jahre 1968, der auf die offensichtlich immer noch gültige Zeile hinausläuft: »You made a fool of everyone«?
Und in Sachen fools hat Sievekings Film dann auch so manches zu bieten. Nicht nur Sir Paul, auch der alte Donovan macht sich noch heute für Transzendentale Meditation stark, während ein gar nicht so vertrottelt wirkender kanadischer Multimillionär, Großverleger und Ex-Anhänger halb verbittert von den Millionen berichtet, die er in Potemkinsche Schulungszentren und abstruse Architekturanlagen in der amerikanischen Wüste oder abgelegenen indischen Tälern gesteckt hat. Auch der bei TM mittlerweile missliebige Filmemacher Sieveking kann die gut gesicherten Trainingslager der Sekte nur aus der Distanz filmen. Doch offensichtlich wird dort genauso wenig trainiert wie in der indischen Anlage, zu der er sich mit einem Trick Zugang verschafft. Es handelt sich um reine Kulissen für gelegentlich inszenierte Demonstrationen der Größe von TM.

Aber daraus Argumente zu entwickeln oder sogar Schlüsse etwas größerer Dimension zu ziehen, als dass es bei Geld ums Geld geht und Schmutz ein schmutziges Geschäft ist, steht nicht an.

Auf der sicheren Seite

This creative documentary film tells about the future of residential life in our globalized world. We are interested in the phenomenon of enclosed neighbourhoods which appear all over the world. We want to tell the story of inhabitants of security communities, their wishes and concerns, their motivations for moving into gated residential areas.

Gated Communities are like the world in a drop of water: they mirror complex relations between the dream of a safe life and the risks and menaces of polarized cities, the longing for identity and community and the confrontation with poverty, migration and crime.

Searching for answers we will travel to three different cities in three different continents, with three completely different backgrounds and settings: Johannesburg in South Africa, Bangalore in India and Las Vegas in the USA. Surprisingly, the solutions to various problems are alike: Gated Communities.

ANNEKE VAN GIERSBERGEN – SPRING 2012 EUROPEAN TOUR ANNOUNCEMENT!

Special Guests: Frames & Kill Ferelli

08.05.12 DE – Koblenz @ Café Hahn
17.05.12 DE – Oberhausen @ Zentrum Altenberg

LANA DEL RAY – Video Games

Swinging in the backyard
Pull up in your fast car
Whistling my name

Open up a beer
And you say get over here
And play a video game

I’m in his favorite sun dress
Watching me get undressed
Take that body downtown

I say you the bestest
Lean in for a big kiss
Put his favorite perfume on

Go play a video game

It’s you, it’s you, it’s all for you
Everything I do
I tell you all the time
Heaven is a place on earth with you
Tell me all the things you want to do
I heard that you like the bad girls
Honey, is that true?
It’s better than I ever even knew
They say that the world was built for two
Only worth living if somebody is loving you
Baby now you do

Singing in the old bars
Swinging with the old stars
Living for the fame

Kissing in the blue dark
Playing pool and wild darts
Video games

He holds me in his big arms
Drunk and I am seeing stars
This is all I think of

Watching all our friends fall
In and out of Old Paul’s
This is my idea of fun
Playing video games

It’s you, it’s you, it’s all for you
Everything I do
I tell you all the time
Heaven is a place on earth with you
Tell me all the things you want to do
I heard that you like the bad girls
Honey, is that true?
It’s better than I ever even knew
They say that the world was built for two
Only worth living if somebody is loving you
Baby now you do

(Now you do)

It’s you, it’s you, it’s all for you
Everything I do
I tell you all the time
Heaven is a place on earth with you
Tell me all the things you want to do
I heard that you like the bad girls
Honey, is that true?
It’s better than I ever even knew
They say that the world was built for two
Only worth living if somebody is loving you
Baby now you do

Aesthetic Perfection

@ Matrix in Bochum, Germany – Dec 9

 

The shared experience of absurdity

Charlie Todd causes bizarre, hilarious, and unexpected public scenes: Seventy synchronized dancers in storefront windows, “ghostbusters” running through the New York Public Library, and the annual no-pants subway ride.

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